Patenkind in der Dritten Welt

Unter der Leitung von OStRin Martina Dorner wird an der Ludwig-Erhard-Schule seit nunmehr über 10 Jahren versucht, das Prinzip der Verantwortung und der Hilfsbereitschaft mit Leben zu erfüllen.

Das Ziel der Organisation Plan Deutschland, mit der die LES in diesem Bereich zusammenarbeitet, ist eine dauerhafte Verbesserung der Situation in den Entwicklungsländern. Diese kann nur erreicht werden, wenn man die Menschen dort zur Selbsthilfe befähigt. Für diese Aufgabe spielt natürlich die Bildung eine große Rolle, deshalb zahlt Plan aus den Patenschaftsbeiträgen z. B. das Schulgeld für die Kinder. Ebenso wird dafür gesorgt, dass sie Bücher, Stifte, Hefte, eine Schulbank und ein einfaches Schulgebäude bekommen – für uns alles eine Selbstverständlichkeit.

Plan finanziert seine Arbeit zu einem großen Teil über Patenschaften. Dabei kommen die Patenschafts-beiträge, die der Pate – wie die LES – zahlt, aber nicht dem Patenkind selbst oder nur seiner Familie zugute, sondern es wird immer die ganze Gemeinde gefördert. Bei allen Projekten aber steht das Wohl der Kinder im Vordergrund.

Rhea Padua

ist seit September 2012 unser (mittlerweile viertes) Patenkind.

Rhea ist 11 Jahre alt und wohnt im Gebiet Salcedo auf den Philippinen.

Wir haben schon einen Brief von ihr erhalten. Sie hat in ihrer philippinischen Landessprache geschrieben und der Text wurde dann von einem Plan-Mitarbeiter vor Ort für uns ins Englische übersetzt. Wir werden demnächst erste Informationen über uns, die Schule und unsere Gegend hier mit Weihnachtsgrüßen senden. Da die Brieflaufzeiten recht lang sind, ist es nötig, daran schon jetzt zu denken.

Wir hoffen, dass ein reger Kontakt mit Rhea entsteht und wir viel von einander erfahren und lernen.

Nguyen van Minh, Vietnam

Dieser Junge war das dritte Patenkind der Schule. Wir haben seine Gemeinde und ihn 6 Jahre lang unterstützt.

Nun hat Plan dieses Projektgebiet verlassen, weil die gesteckten Ziele zur Förderung der Regien SocSon, nördlich von Hanoi, erreicht sind. Auch wir haben dazu beigetragen und dürfen darauf stolz sein.

Wie man seinem Brief entnehmen kann, kann van Minh jetzt eine weiterführende Schule besuchen - nicht zuletzt durch die Hilfe der Schüler der LES!

In den Jahren von 2003 bis 2006 betreute die Schulgemeinschaft ein Patenkind aus Uganda, das Mädchen Zipora Isewuk. Sie wurde dann verheiratet und konnte somit nicht mehr Patenkind sein.

Unser erstes Patenkind war Kazungu Kalume, ein Junge aus Kenia. Vom Jahr 2000 bis 2003 standen wir mit ihm in Kontakt. Er wurde dann 18 Jahre alt und konnte so, als Erwachsener, nicht mehr unser Patenkind sein.

 

Plan-Tag an der LES

An der Ludwig-Erhard-Schule fand auch in diesem Jahr der traditionelle Plan-Tag statt.

Zum Bericht auf der Internetseite der Plan-Aktionsgruppe Schwandorf geht es hier:

Bitte anklicken!

 

Plan International - eine seriöse Paten-Organisation

Mit über 1,2 Millionen betreuten Patenkindern allein in Deutschland und noch vielen mehr in 45 Ländern auf vier Kontinenten, ist Plan weltweit eine der größten Hilfsorganisationen für Kinder in der dritten Welt.

Plan wird sowohl vom Verbraucherschutz wie auch vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (Berlin) als seriös und förderungswürdig eingestuft: Von 10 gespendeten Euro fließen mehr als 8 direkt in Hilfsprojekte vor Ort (ein Grund dafür: sehr viele ehrenamtliche Mitarbeiter).

Plan ist auch als mildtätiger Verein anerkannt und Spenden sind steuerlich abzugsfähig.

Die Patenschaft kann jederzeit wieder eingestellt werden, es entsteht keinerlei Bindung.

Die Mittel des Vereins fließen in Projekte in den Gemeinden, in denen die Patenkinder leben. Das Motto ist "Hilfe zur Selbsthilfe", wobei immer die Interessen der Kinder im Vordergrund stehen. Plan will die Lebensumstände der Kinder und ihrer Familien dauerhaft verbessern. Aber nur solange, bis die Menschen in diesen Gemeinden wieder ohne fremde Hilfe leben können. Dann verlässt Plan die Gemeinde und man verliert damit auch das Patenkind.

Die Projekte gehören den Bereichen
GESUNDHEIT (z. B. Bau von Krankenstationen)
(AUS)BILDUNG (z. B. Bau von Klassenzimmern),
LEBENSUMFELD (z. B. Bau von Brunnen),
EINKOMMEN (z. B. landwirtschaftliche Weiterbildung)
und neurdings auch FAMILIENPLANUNG
und KATASTROPHENHILFE an.

 

Das heißt:

Komplette Lebensbedingungen werden mehr oder weniger gleichzeitig systematisch verbessert. Es werden nur Projekte durchgeführt, die von der einheimischen Bevölkerung mitgeplant sind und bei denen diese auch mitarbeitet. Am Ende sollen sich die Leute besser, vor allem aber selber versorgen können.

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