Gut vorbereitet in die Ausbildung

Um die richtige Berufswahl zu treffen muss ein Jugendlicher Informationen sammeln um heraus zu finden, welcher Beruf möglichst perfekt zu ihm passt. Mit den Schülern werden unter dem Stichwort „Berufsorientierung“ zahlreiche Maßnahmen im vorletzten Jahr des Schulbesuches durchgeführt um diese Berufswahl treffen können.

Im letzten Jahr vor der Schulentlassung steht dann vor allem die Suche nach einer Ausbildungsstelle oder die Anmeldung an weiterführenden Schulen auf dem Programm. Damit auch die Eltern wissen, was in diesen zwei Jahren auf sie zukommt und in welcher Art und Weise sie dabei Unterstützung erhalten, waren sie an zwei Montagabenden zu Infoveranstaltungen zum Thema „Berufsorientierung und Berufswahl“ eingeladen.

Berufsberater Konrad Groitl warf einen Blick auf die aktuelle Situation und referierte zu den Angeboten und den Ablauf der Berufswahlphase. Konrektor Johann Bräu informierte zum Angebot an weiterführenden Schulen im Landkreis Cham einen höheren Bildungsabschluss zu erwerben.

Konrektor Johann Bräu vom Beruflichen Schulzentrum Cham, zu dem die Wirtschaftsschule inzwischen gehört, konnte an diesen Abenden zahlreiche Mütter und Väter begrüßen. Die Eltern der Neuntklässler der vierstufigen Wirtschaftsschule trafen sich in Waldmünchen, die Eltern der Zehntklässler der zweistufigen Wirtschaftsschule bereits in der Woche zuvor in Cham. Johann Bräu betonte, dass gerade die Wirtschaftsschule als berufliche Schule die Schülerinnen und Schülern mit vielen Angeboten  auf dem Weg in Richtung Berufsausbildung vorbereite. Er informierte aber auch über die Möglichkeiten an weiterführenden Schulen den Weg zum Abitur in Angriff zu nehmen.

Im Anschluss daran leitete er auf Berufsberater Konrad Groitl über. Dieser gab den Eltern einen Überblick über den Ablauf der beiden Schuljahre vor Ausbildungsbeginn und zeigte dabei zahlreiche Unterstützungsleistungen auf.

Der Berufsberater steht den Jugendlichen in den zwei Jahren vor der Schulentlassung  kostenlos zur Verfügung. Er begleitet die Phasen „Berufsorientierung“, „Berufswahl“ und „Bewerbung“ mit Angeboten zur Orientierung, Beratungsgesprächen und Vermittlungsangeboten. Für bestimmte Situationen in der Bewerbungs- aber auch Ausbildungsphase stehen Förderinstrumente der Arbeitsagentur zur Verfügung.

Neben den Angeboten von Schule und Berufsberatung stellte Konrad Groitl auch Veranstaltungen für die Orientierungsphase wie etwa die Ausbildungsmesse „Azubi Live“ vor.

Bei den betrieblichen Ausbildungsstellen weist der Landkreis in den meisten Berufen derzeit  einen Ausbildungsstellenüberhang auf. Deshalb stehen die Chancen grundsätzlich gut eine Ausbildungsstelle zu erhalten. Allerdings sind die Chancen in unterschiedlichen Berufsrichtungen sehr ungleich verteilt. Im Rennen um den „Traumjob“ ist es deshalb immer noch wichtig gut gerüstet ins Rennen zu gehen. Noten und Bemerkung im Jahreszeugnis der vorletzten Klasse sowie die Bewerbungsunterlagen und das Vorstellungsgespräch geben den Betrieben Aufschluss über den jugendlichen Bewerber.

Für freiwillige Betriebspraktika brach der Berufsberater anschließend eine Lanze. Theorie und Praxis unterscheiden sich zumeist deutlich. Durch praktische Erfahrung im gewünschten Beruf kann man zumeist einer falschen Berufswahl vorbeugen. Ebenso kann man sich auch den gewünschten Ausbildungsbetrieb genauer anschauen und mit einem guten Praktikum eine bessere Einstellungschance erzielen. Gerade, wenn die Noten nicht so toll sind oder die Konkurrenz in einzelnen Berufen nach wie vor sehr groß ist, kann man im Praktikum einen guten Eindruck hinterlassen. Durch Praktika erleichtern sich viele Schüler jedes Jahr die Entscheidung für den Beruf erheblich und beugen einem Ausbildungsabbruch wegen falscher Berufswahl vor.

Im vergangenen Jahr, das an den Standorten Waldmünchen und Cham insgesamt gut abgeschlossen wurde, sind knapp 56 Prozent der Absolventen in kaufmännische Berufe eingemündet. Etwa 24 Prozent der Schulabgänger 2018 gingen in den handwerklich-technischen Bereich und etwas über 20 Prozent entschieden sich für einen sozialen Beruf.

© 2014 - 2018 Ludwig-Erhard-Schule - Staatliche Wirtschaftsschule Waldmünchen/Cham
Design und technische Realisierung: Andreas Hirsch IT-Dienstleistungen