Berufswahlseminar ein großer Erfolg

Bevor ein junger Mensch die Entscheidung über seinen künftigen Ausbildungsberuf trifft, muss er Informationen sammeln um heraus zu finden, welcher Beruf möglichst perfekt zu ihm passt. In dieser Phase der Berufsorientierung stehen dem Jugendlichen zahlreiche Institutionen hilfreich zur Seite. Berufsberatung der Agentur für Arbeit, Schule und heimische Wirtschaft arbeiten hierbei Hand in Hand. Am Montagabend war dies an der Ludwig-Erhard-Wirtschaftsschule in Waldmünchen wieder der Fall. Im Rahmen eines abendlichen Berufswahlseminars stellten acht Vertreter verschiedenster Institutionen ihre Branche und die gebotenen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten dar.

Studiendirektor Thomas Schiller hatte zusammen mit Berufsberater Konrad Groitl von der Agentur für Arbeit in Cham die Veranstaltung organisiert und konnte zu den gut besuchten abendlichen Vorträgen neben zahlreichen Schüler und Eltern der Vorentlassklassen auch die Referenten begrüßen.

In der Folgezeit stellten die Redner ihre Betriebe und Branchen sowie die entsprechenden Ausbildungsberufe und deren Möglichkeiten dar. Die Jugendlichen konnten dabei in der parallel und hintereinander gestaffelten Vortragsreihe bis zu drei 45-minütige Veranstaltungen auswählen.

Johanna Gruber, von der gleichnamigen Innenausbau und Holzbaufirma aus Bernried informierte zusammen mit der ehemaligen Wirtschaftsschülerin Sandra Bauer die interessierten Schüler und Eltern über den Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau-Büromanagement“, den die Besucher noch besser unter seinen alten Namen „Bürokaufmann/-frau“ kennen.

Nicht anders erging es Angela Klotz von der Firma TGW Software Services aus Teunz, die über die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten beim Beruf „Fachinformatiker/-in“ informierte. Dass dies ein Thema ist, das gerade bei der computererfahrenen Jugend großen Anklang fand, versteht sich von selbst. Die Jugendlichen und deren Eltern lauschten den Ausführungen, stellten Fragen und stillten ihren Wissensdurst bezüglich der derzeit gängigen Praxis in dieser Berufsrichtung.

Tobias Pfeiffer von der Einstellungsberatung der Bundespolizeiakademie aus Schwandorf war erstmals an der Schule im Einsatz und zeigte anschließend den interessierten Zuhörern die vielen beruflichen Möglichkeiten sowie die Entwicklungschancen bei der Bundespolizei auf.

In der zweiten Runde war dann Matthias Reil, Ausbilder der Firma SK Präzisionstechnik Stangl & Kulzer in Waldmünchen, an der Reihe. Reil informierte viele Zuhörer über Ausbildungsberufe im industriellen Metallbereich. Hier standen die Berufe der Firma wie „Zerspanungsmechaniker“ und „Werkzeugmechaniker“ im Mittelpunkt. Zur Verdeutlichung, welche Produkte ein Mechaniker in diesem Bereich herstellt, hatte er Werkstücke mitgebracht.

Zur selben Zeit referierte Sabrina Schlößer, die Ausbildungsleiterin der Sparkasse im Landkreis Cham. Zusammen mit Tanja Eckl, einer ehemaligen Wirtschaftsschülerin, stellte sie den Besuchern die Ausbildung „Bankkaufmann/-frau“ detailliert vor und gab anschaulich einen fundierten Einblick.

Im parallel laufenden Vortrag gab Dr. Tanja Grotz, die Leiterin der neuen Fachakademie für Sozialpädagogik in Furth im Wald zusammen mit Hans Korherr von der Volkshochschule als Träger der Fachakademie, in sehr ausführlicher Form Informationen zu dem Ausbildungsgang „Erzieher/-in“. Aufgrund des Ausbaus von Kindergrippen und anderer Betreuungseinrichtungen ist hier wieder ein deutlicher Arbeitskräftebedarf zu verzeichnen.

In einer dritten Schicht tat es Josef Kuftner, Ausbildungsleiter der Firma Stoll aus Ast, seinen Vorrednern gleich und stellte „Elektroniker/-in für Geräte und Systeme“ vor. Kuftner hatte für die Anwesenden reichlich Anschauungsmaterial dabei.

Der parallel laufende Vortrag von Sandra Heid, der Personalleiterin der Firma Crown Gabelstapler in Roding, fand ebenso regen Zuspruch. Sie brachte den anwesenden Zuhörern die Ausbildung als „Industriekaufmann/-frau“ sowie als „Fachkraft für Lagerlogistik“ näher.

Alle Referenten stellten dabei die Chancen und Möglichkeiten heraus, die der jeweilige Beruf zu bieten hat. Auch machten sie deutlich, dass alle diese Berufe sowohl für Frauen als auch für Männer gleichermaßen interessant sind und Ausbildungsplätze geschlechtsneutral zur Verfügung stehen. Sie versäumten es aber nicht den interessierten Zuhörern auch die Anforderungen klar zu machen. Motivation und Einsatzbereitschaft sind ebenso gefordert wie das Bewältigen von komplexen Inhalten. Auch die Anforderungen an die Flexibilität in Hinblick auf Arbeitszeiten und Einsatzort steigen dabei ständig.

Sämtliche Referenten riefen die Jugendlichen auf, sich die in Frage kommenden Berufe im Praktikum anzuschauen und sich bereits in der Schule einen möglichst breiten Grundstock an Wissen anzueignen, denn Lernen hört nie auf.

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